Praena-Test - was ist das?

Schwangerschaft

Praena-Test - was ist das?

Stand: 13.01.2020

Für den Praena-Test wird der Schwangeren Blut abgenommen, worin sich Fragmente des Kindesbluts befinden. Dieses Blut wird dann in ein Labor geschickt, wo die Blutanteile des Kindes auf bekannte Gendefekte analysiert werden. Im Folgenden bekommst Du alle weiteren wichtigen Informationen zum Thema Praena-Test.


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Wie funktioniert das Verfahren?  

Der Praena-Test kann in Deutschland ab der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. In manchen Fällen ist die Durchführung auch schon früher möglich. Anfangs wurde der Test nur Risiko-Schwangeren empfohlen. Heutzutage wird der Test auch von vielen Schwangeren durchgeführt, bei denen keine Auffälligkeiten in der Schwangerschaft erkennbar sind. 

Der Praena-Test gehört zu den nicht-invasiven Untersuchungsmethoden. Der Schwangeren wird Blut abgenommen, um dieses dann in ein spezielles Labor zu schicken. Dort wird das Blut dann auf verschiedene Chromosomenveränderungen untersucht. Derzeit können Chromosomenstörungen wie Trisomie 13,18 und 21 bestimmt werden sowie Fehlverteilungen der Geschlechtschromosomen X und Y (Turner-, Triple X-, Klinefelter- und XYY Syndrom). Bestimmte Sonderformen wie z. B. strukturelle Veränderungen an den Chromosomen oder Mosaike können nicht festgestellt werden. 

Es dauert ca. 2-3 Wochen, bis die Schwangere dann ihr Ergebnis erhält. Der Praena-Test wird in Einzelfällen von den Krankenkassen übernommen.

Ist das Ergebnis sicher? Gibt es Risiken?  

Die Testergebnisse des Praena-Tests sind relativ sicher. In den Studien zur Beurteilung der Aussagekraft bei Einlingsschwangerschaften wurden bei 99,8% der Blutproben ein richtiges Ergebnis bestimmt. Wie bei allen nicht-invasiven Tests ist das Ergebnis jedoch nie zu 100% sicher. 

In unklaren Fällen, wird eine weitere Fruchtwasseruntersuchung empfohlen. Im Gegensatz zu den invasiven Untersuchungsmethoden, besteht bei dem Test kein Risiko für das Ungeborene oder die Mutter, da es sich um eine einfache Blutabnahme handelt.  

Fazit 

PRO  CONTRA 
  • kein Risiko
  • ethisch fraglich
  • verschiedene Chromosomenabweichungen können erkannt werden
  • Ergebnis nicht zu 100% sicher
  • relativ schnelles Ergebnis
  • eventuell weitere invasive Methoden nötig
  • früh in der Schwangerschaft möglich (ab 9 SSW)
 
Weiterführende Informationen
Quellenverzeichnis
Bildquellen
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