Auszug mit geistiger Behinderung

Meine Tochter ist mit leichter geistiger Behinderung gebohren, heute ist sie 20 Jahre hat mit 17 ihren Haubtschulabschluss gemacht und hat eine ganz normale Ausbildung in der Krankenpflege absolviert. Der Weg jedoch war in der Grundschule und auf der weiterführende Schule steinig. Ich hab jeden Tag 2 Stunden mit ihr geübt nach den Hausaufagen. Hinterher war sie 2 x in der Woche bei der Nachhilfe. Von Ergotherapie bis hin zu anderen Förderungen. Ich war von Mo- Fr. beschäftigt, dass sie heute so weit ist wie sie ist. So merkt man ihr nix an aber sie muss oft wieder auf den richtigen Weg gebracht werden. Sie braucht Unterstützung bei Überweisungen und Bewerbungen. Einiges weiss sie noch nicht das kann man aber alles nicht beschreiben. Fakt ist sie ist noch keine 20 obwohl sie so aussieht und so merkt man es nicht. Sie hat auch sehr wenig selbstvertrauen, Führerschein will sie nicht machen sie sagt, schaffe ich nicht. Wobei ich gerade dran war und sie meinte sie nimmt mal ein paar Stunden aber seit dem ‚Wir ziehen zusammen‘ -sagte sie ich mache den jetzt doch nicht.

Sie ist mit 18 zu den Großeltern gezogen weil sie von dort bessere Busverbindung hat. Sie kam dann immer am Wochenende nach Hause oder an ihre freien Tage weil sie ja in ihren Beruf arbeitet.

Vor 4 Monaten hat sie einen jungen Mann kennengelernt, ich selber kenne ihn 2,5 Monate. Sie schwärmten von einer gemeinsamen Wohnung und ich gab erstmal nix drauf.

Meine Eltern lernten den Mann dann auch vor 1 Monat kennen. Er ist sehr still und sagt so gar nichts aber antwortet überlegt und gebildet. Sie waren aber auch erst gegen einen Zusammenzug.

Vor kurzen haben sie auch schon eine Wohnung gefunden. Ich hatte mir erst gedacht ok warum auch nicht. Es war aber viel in der Woche passiert, so dass ich zu dem Entschluß kam 1. Ist sie noch nicht so weit und 2. der Mann ist immer still und mir ist bewusst geworden, das er nie etwas über sich erzählt hat, was meine Eltern auch nicht gefiel. Meine Mutter meinte zu mir das wäre auch zu früh und er sei zu sill man kennt ihn gar nicht. Nun ist es aber auch so, dass meine Tochter nicht ganz einfach ist, meine Eltern es nicht wahrhaben wollen was sie hat…das es oft Streit dort gibt. Meine Eltern waren ganz traurig das es nun so weit ist das sie ausziehen möchte. Ich habe ihm dann verstärkt Fragen gestellt…und immer betont das es zu früh ist, er ging auf nichts ein.
Selbst am Sterbetag meiner Oma fuhren die Möbel kaufen leider erfuhr ich das erst am Nachmittag davon und rief meine Tochter sofort an, dass man das ja wohl nicht macht und im Kreis der Familie bleibt! Abends fragte ich dann den Freund ob er auch Möbel kauft wenn seine Uroma verstorben ist? Er meinte: Ich weiss es nicht! Vermutlich nicht, sagte ich! Meine Tochter weiss es nicht und von ihm kam nix konkretes. Jedenfalls sprach ich mit den beiden, dass es doch zu früh ist, wie immer kam keine Frage von ihm wieso weshalb warum…es ging einen Tag so weit das ich sagte, dass sie nicht so weit ist und ich das schriftlich habe und ich gegen einem Zusammenzug bin. Das hält die beiden aber nicht ab. Leider haben meine Eltern die beiden im Nachhinein bekräftigt doch zusammenzuziehen und nu stehe ich ganz alleine da. Erst wollten die es nicht…und als ich mich anschloss waren meine Eltern für ein Zusammenzug. Es ist zu früh und meine Tochter weiss manche Sachen einfach noch nicht. Ich habe Angst, das die Schere auseinander klappt weil er tut nur was sie sagt und das ist nicht immer richtig. Er ist auch älter hat einen tollen Job und verdient gutes Geld. Aber ich mache mir große Sorgen weil ich erkannt habe, dass meine Tochter in manchen Sachen noch nicht so weit denkt, erzieherische Hilfe benötigt und da meine Eltern auch nicht richtig mit ihr umgegangen sind im Bezug der geistigen Behindetung daher gab es auch oft Streit zwischen meiner Tochter und den Großeltern. Die sind froh darüber, das die mit ihm zusammen zieht weil die erkannt haben, sie hätten ja dann ihre Ruhe. Meine Eltern wissen nicht wie man mit so einer jungen Frau umgeht, haben viel kaputt gemacht also sie hört nicht so als wo ich sie noch erzogen habe. An dem Tag als die Uroma starb hat meine Tochter sich keine Gedanken gemacht, dass man so etwas nicht macht…Möbel kaufen fährt …den ganzen Nachmittag. Es gibt auch viele andere Dinge die sie noch nicht so weiß. Sie braucht in manchen Angelegenheite noch viel Unterstützung wobei sie eine ganz normale Ausbildung geschafft hat. Darauf bin ich sehr sehr stolz! Der Freund tut nur das was sie möchte und sie will jetzt auf biegen und brechen mit ihm zusammen ziehen. A) sehe ich sie Überfordert B) ist sie noch zurück, was man so aber nicht vermutet aber ich kenne ihre Schwächen! Ich als Mutter muss leider sagen es ist zu früh und der falsche Mann was kann ich tun denn sie hört jetzt nicht auf mich, Mietverteag hat er zwar nur unterschrieben und die Schlüssel haben sie bereits. Sie ziehen ihr Ding durch und ich habe Angst, dass die Schere auseinander reißt oder sie gar auf ihr Wissen stehen bleibt. Sagen wir es mal so was kann ich tun um das zu verhindern? Ich habe Angst davor das sie auch schwanger werden könnte und sie wäre nicht fähig ein Kind zu erziehen. Die Pille vergisst sie oft…und sie will sich einen Hund anschaffen obwohl sie hier Zuhause einen hat! Ich verstehe die Welt nicht mehr, sie ist verliebt aber sie will nix davon wissen, dass sie noch Hilfestellung braucht und sie lügt auch sehr viel und alles im allem zwar ist sie 20…im Grunde doch 15/16. Es ist zu früh eindeutig und ihr neuer Freund ist sehr still und macht alles was sie sagt…was kann ich machen um das die nicht ihr Ding durchziehen. Er weiss von mir das sie noch nicht so weit ist aber er lässt sich nicht von abnringen mit ihr zusammen zuziehen. Ich hab ihm gesagt es ist zu früh, von ihm kommt nix. Ich habe gesagt sie ist nicht so weit, es kommt immer nix er schaut nur und schweigt. Ich weiss auch in den 2,5 Monaten nichts von ihm. Ich kenne nur seinen Namen, alter, wo er arbeitet und was für ein Auto er hat, sonst kenne ich ihn nicht. Obwohl er hier schlafen durfte wenn sie frei hatte oder die kamen mich besuchen in der Woche oder wir hatten Dinge unternommen. Und meine Eltern wollen meine Tochter los werden. Und sie wollte eigentlich von den Großeltern wieder ganz nachhause ziehen… bis die beiden vor 4 Wochen auf die Idee kamen wir machen dicke Sache! Was kann ich tun??? Wo kann ich mir Hilfe holen?

Ich muss dazu noch schreiben meine Eltern wollten die Behinderung damals nicht wahrhaben und sagen das wäre jetzt weg. Fakt ist, ist es aber nicht! Was mein zweites Problem ist! Sie tun auch fast alles was meine Tochter möchte…und meine Eltern möchten nicht, dass der neue Freund eingeweiht wird. Ich weiss nicht, ich habe ihm ja gesagt sie sei noch nicht so weit und ich hätte es schriftlich. Tja und mir geht’s gar nicht gut. Sie leidet auch darunter das es nicht raus kommen soll, es ist lange nicht Thema gewesen, seit sie ihre Ausbildung angefangen hat und wo sie diese abgeschlossen hat waren wir froh das das vergangene nicht mehr angesprochen wurde. Also wir wissen es ja…aber Fakten bleiben Fakten und sie weiss selber sie braucht noch Hilfe aber verdrängt das…geht schon irgendwie…Guter Rat ist hier teuer!

Hallo Ehrlich,

ich möchte dich erst einmal bei uns willkommen heißen, schön, dass du den Weg in unsere Community gefunden hast! :slight_smile: Wir sind gerade noch im Wiederaufbau der Seite und hoffen, dass hier bald mehr los ist. Schade, dass du bisher noch keine Antworten erhalten hast. Ich kann gut verstehen, dass du dir große Sorgen um deine Tochter machst, und auch, dass eine große Ungewissheit herrscht wie es in ihrem Leben weiter geht und welchen Einfluss der neue Partner der Tochter hat, der anscheinend nicht sehr viel von sich preis gibt. Das macht es für dich als Mutter bestimmt noch schwerer loszulassen. Gibt es denn eine Möglichkeit mit der Tochter in Ruhe alleine zu sprechen? Das, was rechtlich vermutlich völlig in Ordnung ist inzwischen steht bestimmt deinem Gefühl und deiner Einschätzung entgegen. Ich kann mir vorstellen, dass man da leider gar nicht so viel „dagegen“ tun kann und man als Elternteil in einer solchen Situation am Besten fährt, wenn man zum einen seine ehrlichen Bedenken vernünftig äußert, aber auch Verständnis entgegenbringt und auf längere Sicht dann als Ansprechpartner und als Unterstützung greifbar ist. Vielleicht kommt deine Tochter dann von selbst auf dich zu und man findet Kompromisse, die für alle Beteiligten tragbar sind.

Liebe Grüße

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