Berichte über Menschen mit Behinderung während der Corona-Pandemie

Full-Time-Job ohne Pausen
In der Öffentlichkeit ist oftmals nicht bekannt, wie belastend für Eltern die dauerhafte häusliche Rund-um-die-Uhr-Pflege ihrer beeinträchtigter Kinder ist. Je nach Beeinträchtigung und Pflegegrad umfasse allein die Grundpflege die Körperwäsche, das regelmäßige Wechseln der Inkontinenzvorlagen, das Anreichen der Mahlzeiten, den Transfer in und aus dem Rollstuhl und die Verabreichung von Medikamenten. „Zusätzlich müssen körperlich behinderte Kinder oftmals mobilisiert werden, Kinder mit geistigen Behinderungen sind häufig auf feste Tagesstrukturen angewiesen“

Quelle und kompletter Text: Neue Woche

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Das grosse Vermissen
Die schwerbehinderte Tochter nach Hause nehmen hätte bedeutet, sie rund um die Uhr zu betreuen – auf unbestimmte Zeit. Und ohne die Möglichkeit, sie bei Überforderung wieder ins Heim zurückzubringen. Oder sie ganz im Heim lassen.

Quelle und kompletter Text: SRF

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Die Corona-Krise führt zu einem Notstand in der Pflege. An den Zuständen in Pflegeheimen, aber auch in der häuslichen Pflege verzweifeln inzwischen viele Angehörige.
Den kurzen Film kann man in der Mediathek sehen: NDR

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Millionen schwerbehinderter Menschen in Deutschland sind auf die therapeutische Hilfe sozialer Träger angewiesen. Doch durch die Schließungen von Schulen, Förderstätten und Praxen fällt vieles weg…

Quelle und kompletter Text: BR

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In der Werkstatt dürfen sie nicht mehr arbeiten, Betreuungsangebote sind eingestellt: Vielen Menschen mit Behinderung fehlt in der Coronakrise ein geregelter Tagesablauf, der eigentlich besonders wichtig für sie ist.

Quelle und kompletter Text: Schwäbische

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Menschen mit Behinderung im Lockdown
Frankreich: 30.000 Erwachsene mit motorischen, geistigen und psychischen Behinderungen, die normalerweise in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung) betreut werden, kommen zurück in ihre Familien.

Quelle und kompletter Text: arte

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Corona-Beschränkungen: Behinderte trifft es besonders hart
Zum Schutz vor dem Coronavirus bleiben Werkstätten geschlossen
Die strikten Corona-Beschränkungen treffen Menschen mit einer Behinderung, die sich gewöhnlich in Werkstätten wenigstens ein bescheidenes Zubrot verdienen können, mit voller Wucht. […]

Quelle und kompletter Text: Nordbayern

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Wenn die Eltern selber erkranken gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten für die schwerkranken Kinder…
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/111940/Coronavirus-und-schwerkranke-Kinder-Es-gibt-dafuer-kein-Szenario?rt=5d421f3d9158084f077b8d515032ee4e&fbclid=IwAR1gH-nn4SaZ1LlJRnAjFjDTHEe81OMCwNMvT1LEVeOToS6pvblrgAal-Cw

Protest WEG MIT DEN BARRIEREN​:exclamation:

https://www.facebook.com/groups/812974372422021/permalink/1075775199475269/

Menschen mit geistiger Behinderung können die Corona-Auflagen nicht einhalten und werden deshalb derzeit nicht professionell betreut.
Das bedeutet eine 24/7-Belastung für betroffene Familien.

Bericht im NDR

Die Vollkatastrophe hat auch bei uns zu geschlagen. Unser Sohn (29) ist seit dem 10.03.2020 wieder bei uns zuhause. Die ersten Wochen ging es, dann fing der Horror an und endet am 19.05.20 mit der Aufnahme in einer Klinik für Menschen mit hohem Hilfebedarf für ihn. Totale Verweigerung der Nahrungsaufnahme und lebenswichtiger Epilepsiemedikamente. Vater, Mutter und Sohn am äußersten Limit angekommen. Verzweiflung pur und ein Erkennen, dass man sein eigenes Kind nicht mehr so versorgen kann, wie er es einfordert, oder auch braucht. Und dass, obwohl man alles gibt. Bis zur Selbstaufgabe. Der Preis der Isolierung war für uns zu hoch. Jetzt heißt es nur noch, unser Kind gut bis Dienstag über die Runden zu bringen und auch gut die längere Fahrt zu überstehen. Danach muss ich selbst erst einmal wieder alles kompensieren und es gilt über vieles nachzudenken.
Corona ist ein Virus. Man kann daran sterben, man kann aber auch an den Schutzmaßnahmen gewaltig physisch und psychisch in Schieflage kommen. Das gilt besonders für Eltern behinderter Kinder und schlussendlich für die Betroffenen selbst. Schauen wir mal, wie es für uns alle weiter gehen wird.

Liebe Kirsten,
ich wünsche euch eine gute Fahrt und hoffentlich schnelle Hilfe für den Sohn.
Wir können im Moment nicht „das Beste“ machen, sondern nur unter den verschiedenen Übeln versuchen, das kleinste zu wählen. Es ist bitter…

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Ein Bericht über unsere Familie und wie es Annika und uns in der aktuellen Situation ergeht.

[…] Keine Abwechslung. Kein Kontrastprogramm. Keine Anregung von außen. Was schon für Nicht-Behinderte schwierig zu ertragen ist, ist für Menschen mit Behinderungen erst recht eine große Hürde. Inge Rosenberger berichtet, dass ihre Tochter unzufriedener und unruhiger ist. Dass sie schlechter und unruhiger schläft - was dazu führt, dass die ganze Familie nachts öfter wach liegt. »Ihr Alltag ist eintönig. Sie stumpft ab und langweilt sich. Dadurch verliert sie auch Fähigkeiten, die sie vorher hatte. Sie läuft schlechter.« Inge Rosenberger beobachtet das mit Sorge. Denn ob Annika diese Fertigkeit wieder zurückerlangen kann, weiß die Mutter nicht. Auch die Gelenkblockaden, die die junge Frau hat, haben sich verschlechtert und müssen dringend behandelt werden. Sobald es wieder möglich ist, soll Annika deshalb zur Physiotherapie gehen. Auch wenn Inge Rosenberger noch rätselt, wie das technisch gehen soll. […]

Quelle und kompletter Text: Main-Echo
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Was mich wirklich ärgert, ist die Ignoranz, ja vielleicht sogar das Desinteresse der Behörden gegenüber den Familien mit Kindern mit Behinderung. Ich habe das Gefühl, dass sich einfach niemand vorstellen kann, was die Schließung aller wichtigen Anlaufstellen für die Kinder und für uns Eltern bedeutet. Sonst hätten sie längst die Familien angerufen und unbürokratische Hilfe angeboten.

Quelle und kompletter Text: Zeit

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Corona belastet sowohl Eltern als auch Einrichtungen der Behindertenhilfe immens

Ein Artikel über die Notbetreuung in Bayern während der Corona-Pandemie. Ich konnte der Journalistin Pat Christ in einem Telefon-Interview von dem unlösbaren Dilemma für uns Eltern und für alle weiteren Beteiligten berichten.

Kompletter Text: Sonntagsblatt

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Sparen bei den Schwächsten
Am Ende seien die Schüler und Eltern die Leidtragenden. „Denn in so einer unsicheren Situation können wir nicht für das kommende Jahr planen. Wir müssen Eltern bei der ohnehin schon schwierigen Schulbegleitersuche vertrösten.“

Quelle und kompletter Text: Bayerische Staatszeitung

Schulbegleiter helfen Kindern mit Behinderung, am gemeinsamen Unterricht teilzunehmen, doch in der Corona-Krise wurden viele von ihnen auf Kurzarbeit gesetzt. Der Dachauer Verein kämpft für eine bayernweite Lösung - und verzeichnet bereits erste Erfolge

Quelle und kompletter Text: Süddeutsche