Eingesperrt und angebunden - wieder einmal eine Schlagzeile

In einer Behinderteneinrichtung in Bad Oeynhausen sollen Bewohner schwer misshandelt worden sein. Ermittelt wird gegen 145 Ärzte, Betreuer und Pflegekräfte, und die Untersuchungen sind noch lange nicht abgeschlossen. …]

Quellenangabe und ausführliche Information: Süddeutsche Zeitung, Panorama 13.1.21

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ (Art 1 GG)
Menschenwürde muss man sich nicht verdienen oder erarbeiten. Jeder, wirklich jeder Mensch hat sie von Geburt an.
Die Würde des Menschen ist (un)antastbar? Manche Berichte machen mich fassungslos…
Wenn Aufsichtsbehörden nicht genau hinschauen, macht das Angst. Angst, wie es in anderen Einrichtungen zugeht, aus denen gerade jetzt nichts nach außen dringt.
Vor allem in Einrichtungen, in denen ausschließlich Menschen leben, die sich kaum oder gar nicht verständigen können.

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Polizei ermittelt erneut gegen Pflegerin der Lebenshilfe Limburg Diez

Nach den Misshandlungs-Vorfällen im vergangene Oktober wird erneut gegen eine Pflegerin der Lebenshilfe Limburg Diez ermittelt.

Limburg – Im Oktober war eine ehemalige Mitarbeiterin der Lebenshilfe Limburg Diez wegen Misshandlung Schutzbefohlener in der Tagesförderstätte Offheim verurteilt worden, jetzt wird wieder gegen eine Heilerziehungspflegerin ermittelt. Diesmal geht es um eine Tagesförderstätte in Heuchelheim, und es geht zum Beispiel um Schläge, wenn die Klienten ihre Teller nicht leergegessen oder sich eingenässt haben…]

Quellenangabe und ausführliche Information: Frankfurter Neue Presse

Immer wieder Missstände, immer wieder Misshandlungen.

Alle Betroffenen haben gemeinsam, dass sie nicht nur sehbehindert sind, sondern auch nicht sprechen können. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Pfleger Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährliche Körperverletzung vor. Für den Prozess sind bisher mehrere Verhandlungstage bis Mitte Juni angesetzt.

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Und es ist das System. In erster Linie der Träger, der zunehmend unverantwortlich, nicht fachlich ausgebildetes Personal im Einsatz weiß. Dann die zuständige Wohnbereichsleitung, die sich eigentlich darüber im Klaren sein sollte, wem sie Verantwortung überträgt. Schlussendlich die Heimaufsicht, die eigentlich viel mehr im Sinne der Hilfebedürftigen agieren müsste und radikal durchgreifen sollte! Aber alle machen mit vor Angst, eine Einrichtung würde geschlossen. Und selbst Angehörige und Eltern machen doch mit. Viele können und wollen ihre Kinder, oder Angehörigen nicht zurückholen. Und am Ende, wenn man im Sinne der zu Betreuenden den Mund auf macht, heißt es noch, dass es immer jemanden gibt, der meckern muss. Manchmal ist man fassungslos, wie wenig ernst Eltern und Angehörige die Aufgabe und Ausführung einer Betreuung nehmen.

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