Geschichten von Menschen mit Behinderung

Bis zum Tag der Diagnose hatte Mathildas Familie gehofft, dass es nichts Gravierendes ist

Für ihre Zukunft wünscht sich Tobias Berle, „dass Mathilda einmal ein selbstbestimmtes Leben führen kann.“ Vielleicht, so der große Traum, in einer Wohngruppe. Und für heute: Dass die Gesellschaft beim Thema Teilhabe Fortschritte macht. Dass nicht gestarrt wird, wenn sie mit Mathilda im Rollstuhl unterwegs sind und ihr Kind in seiner Eigenheit ohne Ausgrenzung dazugehört.

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Unser janusköpfiges Sozialsystem: Enge Maschen hier, große Lücken dort – Teil IV

Seit vier Jahren begleitet der BR-Journalist Nikolaus Nützel eine Familie aus Unterfranken mit ihrem schwerstbehinderten Sohn. Samuel leidet an der sehr seltenen Krankheit Spinale Muskelatrophie.

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Wir haben ungefähr acht bis zehn Einrichtungen angefragt. Wir haben von allen quasi Absagen bekommen. Gleich pauschal, dass das mit so einem hohen Hilfebedarf nicht geht. - Bianca Bader, Mutter von Hannes

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Seit 17 Jahren sucht eine Familie einen Wohnheimplatz für ihren schwerstbehinderten Sohn – und bekommt doch immer wieder Absagen.

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Tochter mit Angelman-Syndrom: Pflegende Mutter Laura (38) spricht über Geschwisterkinder Laura ist Mama von zwei Kindern: Ihre jüngere Tochter Elisa (2) hat das Angelman-Syndrom.

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„Sie leben gemeinsam unter einem Dach, wie andere junge Menschen in einer WG.“

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„In einer Welt klarkommen, die nicht nur aus Menschen mit Behinderung und geschultem Personal besteht“

Dokumentation: “Kein Platz nach der Schule: Familien mit Kindern mit Behinderung kämpfen um Betreuung”

In Nürnberg fehlen seit Jahren Betreuungsplätze für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung. Nach Angaben der Regierung von Mittelfranken hat inzwischen jedes dritte Kind an einer Förderschule mit dem Profil geistige Entwicklung keinen Platz in einer Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT). Besonders angespannt ist die Situation im Einzugsgebiet der Merianschule.

Welche Folgen das für die betroffenen Familien hat, zeigt die Dokumentation „Kein Platz für mich? Wie Kinder mit Behinderung und ihre Familien allein gelassen werden“ von Filmautorin Annette Link.

Im Mittelpunkt steht unter anderem die Familie Sinitson. Ihr Sohn Maxim lebt mit Down-Syndrom und besucht die Merianschule. Die berufstätigen Eltern gingen davon aus, dass es selbstverständlich auch eine Nachmittagsbetreuung geben würde, doch für Maxim gab es keinen Platz. Seitdem kämpft die Familie mit den Folgen: fehlende Betreuung, wenig Freizeitkontakte zu Gleichaltrigen und ein undurchsichtiger Behördendschungel.

Die Dokumentation zeigt, dass dies kein Einzelfall ist. Auch ältere Jugendliche, die inklusiv beschult werden, finden oft keine passenden Betreuungsangebote. Neben betroffenen Familien kommen Vertreterinnen der Lebenshilfe Nürnberg und des Elternbeirats der Merianschule zu Wort. Der Film fragt, warum der steigende Bedarf bislang nicht ausreichend aufgefangen wird und welche Auswirkungen dies auf die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung hat.

Die Dokumentation ist am Sonntag, 19. Juli, auf Franken Plus sowie im Franken Fernsehen um 19, 21 und 23 Uhr zu sehen. Eine Wiederholung folgt am 2. August zu den gleichen Sendezeiten. Außerdem ist der Film im Livestream und anschließend in der Mediathek der Medienwerkstatt Franken verfügbar.

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Und gestern in der Frankenschau zu sehen, heute die Schlagzeile:

„Warum wir?“ - Schwer behinderte Kinder plötzlich ohne Betreuung

Weil einer Heilpädagogischen Tagesstätte in Bayreuth Personal fehlt, wird einigen Familien der Betreuungs- und Therapieplatz für ihre schwerbehinderten Kinder gekündigt. Für Betroffene eine Katastrophe. Viele Eltern haben Angst, die nächsten zu sein.

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Weiterführende Information und Quellenangabe :

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Ein Kind, das eigentlich Schutz brauchte und stattdessen offenbar Gewalt, Vernachlässigung und massive Freiheitsentziehungen erlebte. Der Fall Ole macht mich sprachlos und wirft die Frage auf, wie so etwas in unserem Hilfesystem überhaupt möglich sein kann :see_no_evil_monkey:

Doku zum Thema ‚Loslassen‘: Wer bin ich ohne dich?

Zoé (19) aus MV lebt mit schwerem Gen-Defekt – für ihre Mutter ist jeder Tag ein Geschenk
„Auch wenn sie nicht sprechen kann, weiß ich trotzdem meistens, was sie möchte. Das lese ich an ihren Augen ab.“
https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/mecklenburgische-seenplatte/zoe-19-aus-lebt-mit-schwerem-gen-defekt-fuer-ihre-mutter-ist-jeder-tag-ein-geschenk-MZRU3ABGZFAF5GRI7M7PEAE7LE.html

Es gibt sie tatsächlich noch: gute Nachrichten!

Vier bayerische Arbeitgeber wurden für ihr Engagement für Menschen mit Behinderung mit dem „JobErfolg 2026“ ausgezeichnet. Daran sieht man: Inklusion kann funktionieren, wenn man sie wirklich will.

Nähere Infos unter dem Link: Herausragende Beispiele für Inklusion - Sozialverband VdK Bayern e.V.

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Für Menschen mit Behinderung ist der Weg in den regulären Arbeitsmarkt oft schwierig. Viele arbeiten in Werkstätten. Nicht allen gefällt das. Café-Betreiber Steven Henze war deshalb von Anfang an klar: Barrierefreiheit heißt auch, einen echten Job anzubieten.

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Das Oberurseler Modell löst die grundsätzlichen Probleme des Arbeitsmarktes nicht. Für manche Menschen bleibt eine Werkstatt ein passender und geschützter Ort, andere wünschen sich den Übergang in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis. Der Bundesverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie fordert daher Wahlmöglichkeiten und verlässliche Unterstützung auch für Menschen mit hohem Assistenzbedarf. Zugleich weist er darauf hin, dass ein wirklich inklusiver Arbeitsmarkt in Deutschland noch nicht besteht.

Wenn der Wechsel in den ersten Arbeitsmarkt dazu führen kann, dass die notwendige Unterstützung wegfällt, läuft etwas gewaltig schief. In vielen Fällen ist nicht die Behinderung das Problem. Die Bürokratie ist es.

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