wir haben eine 2 jährige Tochter mit Spina Bifida. Sie muss täglich mehrmals katheterisiert werden.
Wir haben eine tolle Integrationskraft in der KiTa und jetzt erst durch Zufall herausgefunden, dass die KiTa das eigentlich nicht darf, da sie keine medizinische Fachangestellte ist.
Das stellt uns wirklich vor große Probleme.
Hier einen Pflegedienst zu beauftragen ist unmöglich, dass haben wir schon angefragt. Der einzige Pflegedienst in unserer Umgebung, der dies bei kleinen Kindern überhaupt macht, ist 40 Kilometer entfernt und die können ja nicht 4x am Tag wegen 5 Minuten so eine Strecke fahren.
Unsere Integrationskraft hat großes Interesse daran, sich hier weiterzubilden oder schulen zu lassen. Vielleicht reicht ja ein Seminar und das entsprechende Zertifikat. Wir würden natürlich auch alle Vollmachten ausstellen, dass wir das Katheterisieren erlauben.
Hat jemand ähnlich Probleme gehabt und dafür eine Lösung gefunden?
Wenn ihr Tipps hierfür habt, würden wir uns sehr freuen.
Liebe Familie Schmidt,
willkommen in der Intakt-Community.
Wie du schon geschrieben hast, dürfen ausschließlich medizinische Fachkräfte katheterisieren, was in eurem Fall wirklich problematisch ist.
Vielleicht ist es möglich, dass ihr oder vielleicht der Träger der Einrichtung mit der Krankenkasse abklärt, wie die medizinische Versorgung eurer Tochter sichergestellt werden kann.
Leider habe ich keine andere Idee, wie man hier vorgehen könnte.
Aber vielleicht kommen auch noch Antworten, die euch wirklich weiterhelfen.
Liebe Familie Schmidt,
aus meiner beruflichen Tätigkeit kenne ich die Problematik leider nur zu gut, was das regelmäßige Katheterisieren in Einrichtungen angeht. Für Pflegedienste ist das - wie ihr schreibt - eine recht aufwändige Geschichte. Je nachdem wie groß die Abstände sind, die eure Kleine braucht und wie genau diese eingehalten werden müssen (so ein Pflegedienst ist natürlich auch kein Uhrwerk und kommt mal früher und mal später), ist das tatsächlich ein großes Glück, wenn man einen findet, der das übernehmen kann.
Ich weiß von Fällen, wo es von Eltern ebenfalls an eine Integrationskraft delegiert wurde, aber ich weiß nicht, bei wem in so einem Fall konkret welches Risiko liegt. Das würde mich tatsächlich auch interessieren.
40km ist aber auch wirklich sehr weit weg. Dann wohnt ihr vermutlich sehr ländlich.
Ich wünsche euch viel Erfolg bei eurer Suche!
Viele Grüße,
Holger