Menschen mit komplexer Behinderung

Der Bundesverband der Lebenshilfe hatte sich auf seiner Mitgliederversammlung im Herbst 2023 dazu bekannt, dass er sich wieder verstärkt den Menschen mit hohem Hilfebedarf zuwenden möchte. Nicht selten finden sich Familien mit ihren hilfebedürftigen Kindern ganz am Rande der Gesellschaft wieder. Freunde werden weniger, eingeschränkt in der Mobilität bleiben Unternehmungen in der Freizeit oft nur noch ein Traum. Fehlende Unterstützung aufgrund Personalmangel in den Angeboten der Offenen Hilfen, Wohnheimplätze rar, nicht mal heimatnah und oftmals auch nicht geeignet für das Klientel.

Die Lebenshilfe kämpft wohl seit mehr als 6 Jahrzehnten für die Teilhabe, aber die Menschen mit hohem Hilfebedarf wurden erst in den 70 zigern richtig erfasst und man wurde sich bewusst, dass auch diese Familien Unterstützung und Hilfe brauchen.

Durch die Entwicklung und die Einführung der Pflegeversicherung, öffneten sich neue Weg und Lebenshilfe hielt nicht nur an der Teilhabe und Engliederungshilfe fest, sondern baute die Angebote umfassend aus. Zurück blieben dabei aber teilweise die Menschen mit höherem und hohem Hilfebedarf. Sie passten nicht in die Unternehmungen hinein, das zum Teil ehrenamtlich tätige Personal sollte nicht überfordert werden, etc. passende Wohnangebote waren weit weg, oder gar nicht zu finden. Dann wurden die Tagesförderstätten aufgebaut. Wohl gibt es keinen Rechtsanspruch darauf (im Gegensatz zur Werkstatt), doch wenn man Glück hat, geht es im Anschluss an die Schule mit der Förderung weiter. Es geht letztendlich auch um die Sichtbarkeit von Betroffenen und damit um die Sensibilisierung der Gesellschaft.

Komplexe Behinderung- Weiterführende Informationen von der Lebenshilfe