Petition zur Pflegereform

Aktuell wird der Referentenentwurf zur Pflegereform kontrovers diskutiert. Trotz deutlicher Kritik aus Verbänden und Interessensvertretungen sollen die vorgeschlagenen Änderungen in Kürze zur Entscheidung gebracht werden.

Gemeinsam mit pflegen e.V. und Pflegende Angehörige e.V. wurde deshalb die Petition
„Pflegereform ja – aber nicht auf Kosten pflegender Angehöriger“ gestartet.

Ziel der Initiative ist es, die Stimmen der Millionen Menschen sichtbar zu machen, die täglich Pflegeverantwortung übernehmen und damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgung in Deutschland leisten.

Grundsätzlich wird eine umfassende Reform der Pflege begrüßt. Diese muss jedoch die häusliche Pflege stärken und darf nicht zu Lasten pflegender Angehöriger sowie nahestehender Bezugspersonen gehen. Die Petition fordert unter anderem:

  • den Erhalt der Verhinderungspflege als eigenständigen Leistungsanspruch

  • den Schutz der Rentenansprüche pflegender Angehöriger

  • eine bessere Unterstützung pflegender Eltern, pflegebedürftiger Kinder sowie sogenannter Young Carers

Da politische Entscheidungen hierzu zeitnah erwartet werden, ist eine breite Unterstützung jetzt besonders wichtig.

Unterstützungsmöglichkeiten:

  • die Petition unterzeichnen

  • die Petition über Netzwerke, Newsletter, Social Media und Verteiler teilen

  • Mitglieder, Unterstützerinnen und Unterstützer informieren und zur Beteiligung motivieren

Jede Stimme zählt. Eine zukunftsfähige Pflegereform kann nur gemeinsam mit den Menschen gelingen, die den größten Teil der Pflegearbeit in Deutschland tragen.

:backhand_index_pointing_right: Petition: https://innn.it/keine-kuerzungen
:movie_camera: Kampagnenvideo: https://www.youtube.com/watch?v=PQVzmBf8yPU

Vielen Dank für die Unterstützung!

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Die Diakonie Bayern warnt vor möglichen Folgen des geplanten Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG). Durch die geplanten Änderungen könnten wichtige Finanzierungsmöglichkeiten für Familienunterstützende und Familienentlastende Dienste wegfallen.

Betroffen wären unter anderem Betreuungsangebote, Freizeitaktivitäten und Ferienprogramme. Für Familien bedeutet das möglicherweise weniger Unterstützung im Alltag und noch mehr Belastung für pflegende Angehörige.

Laut Berechnungen der bayerischen Wohlfahrtsverbände könnten Kindern und Jugendlichen unter 25 Jahren jährlich mindestens 1.511 Euro an bisherigen Finanzierungsmöglichkeiten verloren gehen.

Die Diakonie fordert deshalb, die bestehenden Entlastungsangebote zu sichern und den Entlastungsbetrag für Menschen mit Pflegegrad 1 zu erhalten.

Quelle: Versorgung von Menschen mit Behinderung gefährdet - Diakonie Bayern