Verhinderungspflege Verwandtschaft 2. Grades

Habs gefunden :grinning:

Hallo Ihr Lieben,

ich war lange nicht hier, brĂ€uchte aber Eure Hilfe. Es geht um die Verhinderungspflege mit Verwandschaft 2. Grades. Ich nehme sie selten in Anspruch und wenn , dann gibt es normalerweise mit der Abrechnung der Stunden keine Probleme. Nicht so dieses Mal. Ich bin in Vorkasse gegangen und habe die Stunden , der Ersatzkraft bezahlt. Dann wie immer am Jahresende die Kosten eingereicht, um mir diese von der Kasse erstatten zu lassen. Der Bescheid, der sehr lange auf sich warten lies, enthĂ€lt nun eine Überraschung. Und zwar errechnet sich die Erstattung wie folgt: Monatliches Pflegegeld x 1,5 mal 6 beanspruchte Tage geteilt durch 42 max. Anzahl der Tage. Als Endergebnis wird mir nur ein Bruchteil dessen erstattet, was ich tatsĂ€chlich ausgegeben habe. Ein Anruf hat vorerst nur die Mitteilung eingebracht, dass dies seit neuestem eine interne Regelung der KK sei. Ich finde dazu ĂŒberhaupt keine gesetzl. Grundlage. Ich bin der Meinung, dass die Stunden berechnet und ausbezahlt werden mĂŒssen. D.h. 6 Tage(36 Stunden) unter 8 Stunden am Tag x 12 Euro ,die ich bezahlt habe. was sagt Ihr? Ist es Rechntens nur diesen Bruchteil an Hand einer mir unbekannten Rechenmöglichkeit erstattet zu bekommen? Danke fĂŒr Eure Hilfe.
Gruß Gabi

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Jetzt habe ich mit dem Chef der KK gesprochen. Er beruft sich auf ein internes Rundschreiben, das nicht im Widerspruch zum Sozialgesetzbuch steht. Hatte jemand von Euch auch so einen Fall? ist das Rechtens?

LG Gabi

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Ich habe in Erfahrung gebracht, dass es sich um das Rundschreiben vom 19.12.19 handelt. https://www.gkv-spitzenverband.de/suche/suche;jsessionid=1DAF29428C59603D91E3C4376830A8B7?query=rundschreiben&sourceOfLaw=false&press=false&area=all&periodOfTime=0&definablePeriodStartTime=&definablePeriodEndTime=&sortOrder=md_date_desc

Kann mir jemand sagen, ob er aus diesem Schreiben heraus liest, dass die Berechnung richtig ist?

Gruß Gabi

Kann mir jemand sagen, ob eine Abrechnung von stundenweiser Verhinderungspflege bei Verwandten 2. Grades durch das Rundschreiben der GKV grundsÀtzlich ausgeschlossen ist? Die ErlÀuterungen sind irgendwie schwammig. Gute Nacht.LG Gabi

Hallo Gabi,

schau mal hier:
§ 39 SGB XI HÀusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson
https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxi/39.html

Das Problem mit dem runterrechnen auf TagessÀtzen tritt wohl hÀufiger auf:
https://www.rehakids.de/viewtopic.php?f=21&t=135558&p=2181204&hilit=Verhinderungspflege+TagessÀtze#p2181204

https://www.rehakids.de/ftopic137043-20.html

https://www.rehakids.de/ftopic133776.html

LG
Monika

Hallo Monika,

danke. Da steht, bei Bezug der Leistung in Höhe des Pflegegeldes fĂŒr eine Ersatzpflege durch Pflegepersonen, die mit dem PflegebedĂŒrftigen bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwĂ€gert sind oder mit ihm in hĂ€uslicher Gemeinschaft leben, können von der Pflegekasse auf Nachweis notwendige Aufwendungen, die der Pflegeperson im Zusammenhang mit der Ersatzpflege entstanden sind, ĂŒbernommen werden. Die Aufwendungen der Pflegekasse nach den SĂ€tzen 1 und 3 dĂŒrfen zusammen den Leistungsbetrag nach Absatz 1 Satz 3 nicht ĂŒbersteigen; Absatz 2 findet Anwendung.

Also ich habe das GefĂŒhl, das Rundschreiben mit seinen Komplexen Rechenbeispielen berĂŒcksichtigt diesen Abschnitt nicht. M.E. handelt es sich um einen Widerspruch zur Gesetzgebung, bzw. zum § 39 SGB. Ich bin dran. Wenn ich mehr weiss , melde ich mich.

Gruß Gabi

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Hallo Monika,

wie siehst Du das, dass eine stundenweise Verhinderung bei nicht Verwandten/Grad 2 ohne Weiteres möglich ist und bei Verwandten Grad 2 kommen Rechnungen ins Spiel, die ĂŒberhaupt nichts mit Einzelstunden sondern vielmehr mit zusammenhĂ€ngenden Tagen zu tun haben. Es gibt eigentlich ĂŒberhaupt keine Grundlage Verwandte /Grad 2 anders zu behandeln , als alle anderen ErsatzpflegekrĂ€fte. Lt. Gesetz aber mit begrenzten Mitteln. Der SB hat glatt zu mir gesagt, ich soll mir jemand anderen suchen. Ich lasse den Bescheid prĂŒfen. Sollte die KK mit der Nummer durch kommen, kann von Erleichterung keine Rede sein, denn vertraute Personen zu benachteiligen ist ein Unding.