Wohnheim für Menschen mit Behinderung gründen

Hallo,
ich bedanke mich schon einmal das ich hier sein darf.
In den letzten Wochen habe ich mir den Kopf zerbrochen und Gedanken gemacht.
Momentan arbeite ich noch als Dauernachtwache in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung und muss sagen, das das arbeiten immer schwieriger wird. Der Grund ist, das wir den uns anvertrauten Menschen nicht mehr gerecht werden und ich das Gefühl habe das es meinem Arbeitgeber mehr oder weniger egal ist. Gerade Personen mit sehr herausfordernden Verhalten werden die Kollegen nicht mehr gerecht und Änderungen sehe ich langfristig nicht. Auch trage ich mich schon länger mit dem Gedanken eine Wohnform zu gründen wo Menschen mit herausfordernden Verhalten unterstützt und individuell begleitet werden so sie es benötigen. Mittlerweile habe ich bereits eine recht genaue Vorstellung wie das Konzept hierfür wäre. Und ich wollte fragen ob es anderen genauso geht und sich mit mir austauschen würde.
Danke schon mal

Gruß
Oliver Solder

Hallo Oliver,

willkommen hier bei Intakt :raising_hand_woman:t3:
Vielleicht findest du über die Homepage Herausforderndes Verhalten Verbündete für deine Idee, dein Projekt.

Hallo Oliver,

auch von mir ein herzliches Willkommen. Man könnte jetzt sagen, solche Menschen braucht das Land. Zum einen, weil wir viel zu wenig Angebote auf dem Markt vorfinden, zum anderen, weil es immer Menschen geben muss, die noch Licht im Dschungel und Wirrwarr der Behindertenhilfe sehen (wollen).

Ein Wohnangebot bereitzustellen bedarf einer gewissen Vorplanung. Am Beispiel Bayern wäre das zuerst eine individuelle Abfrage. Das bedeutet nicht, dass man allgemein fragt wer Bedarf hätte, sondern es sollte eine Abfrage sein, die bereits die indivduellen Ansprüche abklopft. Ein hoher Grad von Hilfebedarf, bedeutet nicht gleich auch eine Einrichtung für Menschen mit diesem Bedarf und der Abdeckung einer Tag- und Nacht Dauerbereuung. Nach Abschluss der Umfrage, legt man diese dem jeweiligen Bezirk vor. Generell sind die Bezirke natürlich auf der Suche nach Unterbringungsangeboten für diesen speziellen Personenkreis und du triffst sicher auf offene Ohren. Nun bedarf es, also wenn es schnell gehen soll, einem Ivestor, einem Anbieter oder Verein und zeitgleich ein auf die/eine mögliche Kommmune zugehen. Investor, Träger und Grundstück und einen guten Plan vom Architekten, gegebenenfalls noch einen Antrag an Aktion Mensch und an die Bayerischen Förderstelle für solche Projekte (mir fällt gerade der Name nicht ein). Da kann man auch das Geld für die Eigenbeteiligung zusammenbekommen. Da z.B. die Bayerischen Bezirke am liebsten mit Trägern verhandeln, wäre es gut einen Verein zu gründen. Wo wir ja bei deinem eigentlichen Anliegen gelandet sind? Also Gleichbetroffene. Vielleicht hast du hier den Aufruf der Mutter aus Würzburg bereits gelesen und beantwortet? Da wärst du ja schon mal einen Schritt weiter. Dann gibt es noch im Raum Alzenau eine Initiative mit „unBehindert Leben“. Mittlerweile schallen die Hilferufe für Wohnangebote für einen speziellen Personenkreis durchs ganz Land und der Bedarf ist riesengroß. Ich drücke die Daumen und wünsche ganz viel Erfolg.

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Danke für de Antwort ich werde es mir mal ansehen. .
Ich selbst bin Hep mit der Weiterbildung staatlich anerkannter Heilpädagoge mit ZQ´s Erlebnispädagogik, Psychomotorik und mache momentan Thema Klangschalen.
Wie gesagt, mache ich mir da sein einigen Jahren Gedanken, weil… ja, weil ich wie es momentan bei meinem derzeitigen Arbeitgeber mit den Mitarbeitern und Bewohnern nicht mehr wirklich gutheißen kann, weil das worauf es ankommt nicht mehr geleistet. wird.