Diagnose Atypischer Autismus....was bedeutet das für uns

Liebe Patiko,
das war wirklich pfiffig! Da freut man sich als Mutter , gell? Manchmal überraschen mich meine Kinder auch , indem sie unkonventionelle Reaktionen oder Lösungen haben oder cool und supervernünftig reagieren, wo die vermeintlich „Normalen“ sich unmöglich verhalten. Momentan zum Beispiel auch beim Thema Maske, Abstand, Hygiene.
Ich bin wirklich stolz auf meine Kinder und du kannst es auf deinen Sohn sein.

LG, amai

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Liebe amai,
auf Patrick bin ich auch mächtig stolz.
Aber auch mich… Dieses ganze Gestreße durch meinen Ex Partner…das hätte auf psychischer Ebene (bei mir) auch ganz anders ausgehen können. Sowas zehrt ja auch.
Trotzdem bin ich dadurch mental und auch psychisch stärker geworden, was auch für die „richtigen“ Konsequenzen (die Trennung) wichtig war.
In dem Moment wo ich mich zur Trennung entschied, war ich an einem psychischem Tiefpunkt, und das nicht wegen Patricks Behinderung.

Solche Überraschungen gibt es, Patrick hat oft richtig gute Ideen.

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In Punkto Maske ist Patrick auch aufmerksam, er fragt mich auch öfter, ob ich eine eingesteckt hätte.
In der Werkstatt kann er den Belehrungen dazu gut folgen.

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Am Wochenende hatten wir wieder die Situation, das Patrick sich verletzt hat. Einen kleinen Kratzer am Finger, der wie an den Fingern üblich schlimmer aussah als er war, jedenfalls kam Patrick gleich um ihn mir zu zeigen. Da hatte er sich wohl meine Erklärungen nach seiner Verbrennung gemerkt, weil er auch gleich dazu sagte was genau passiert war.
Diesmal musste ja nur wenig getan werden, aber es zählt ja auch, das Patrick an die „Belehrung“ gedacht hat.
Das sind auch solche Dinge, an die Autisten nicht immer denken.

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Hallo Patiko
das finde ich toll, das Patrick das auf die neue Situation übertragen hat und die „Regel“ schon nach dem ersten Mal verinnerlicht. Auch aus einer vermeintlich kleinen Blessur kann sich ja eine ernsthafte Infektion entwickeln. Ich wünsche schnell gute Besserung.
LG, amai

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Ein Beitrag wurde in ein neues Thema verschoben: Atypischer Autismus

Momentan ist Patrick ja wieder total aus dem Häuschen, Urlaub steht bevor und es geht Richtung Insel Rügen → ergo: mit dem rasenden Roland fahren :wink: und natürlich die Zugfahrten allgemein, was ja voll sein Ding ist.
War ja im Harz – Harzer Schmalspurbahn = Dampflock - Zug – auch nicht anders.

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Na das klingt toll :slight_smile: :train: :train2:

Hallo…momentan alles etwas schwieriger geworden.
Seit ca. 2 Wochen beobachte ich in Patricks Verhalten Veränderungen und weis nicht wirklich was ich davon halten soll…aber es fällt deutlicher auf wie sonst.
Patrick scheint mir nicht so bei der Sache zu sein, er hört nicht richtig zu, ist noch vergesslicher wie sonst schon (autismusbedingt), und gerät dann oft in (vermeindlichen) Stress/Überforderung, wenn er etwas nicht versteht und ich zig mal nachfragen oder ihn an etwas erinnern muss. Das geht soweit, dass er mich anschreit…so das ich ihn dann immer erstmal aus der Situation schicke, dass er wieder runterfahren kann.

Vielleicht sind es ja die äußeren Einflüsse: Corona, Wechsel in den Arbeitsbereich und die damit verbundenen Eindrücke oder gar spät einsetzende Pubertät/Trotzphase…

Ich werde das mal weiter beobachten, in der Werkstatt habe ich auch schon gefragt, ob es dort auch so extrem auffällt, und ggf. beim nächsten Termin mit der psychiarterin ansprechen. Nur ob die gleich ne Lösung hat ist fraglich, es ist Patricks erster Termin bei ihr.
Wir mussten ja die Ärztin wechseln, da die alte (auch Homöopathin) ihre Praxis aufgibt. Zum Glück schnell eine neue gefunden.

Die homöopatische Medekation behalten wir so bei wie bisher, das läuft ja gut, das es erstmal ohne ärztliche Begleitung weiter geht.

Hallo Diana,
wurde bei Patrick eigentlich auch in der letzten Zeit mal ein EEG gemacht? manchmal kann man anhand von den Gehirnströmen auch so einiges feststellen. Vielleicht hat er eine gewisse Unruhe im Kopf. Neue medikamente oder so bekommt er nicht? Aber allein die Veränderung der geschilderten Situation für ihn, kann ja so einiges auslösen. Ich drück euch die Daumen, dass es sich nur um eine vorübergehende Auffälligkeit handelt. Evtl. sind auch die Hormone in seiner Entwicklung, die ein wenig verrückt spielen?

Hallo Kirsten,
nein seit der Diagnostik 2015 nicht mehr. Da war alles unauffällig.
Ich vermute im Moment eher die veränderte Arbeitssituation die ihn vielleicht geistig mehr fordert. Wo er sich erst richtig teinfinden muss.
Ich habe seine Gruppenleiterin gebezen das mal zu beobachten, ob das auf der Arbeit auch so ist.
Neue Medikamente hat er nicht.
Und die Hormone habe ich teilweise auch im Verdacht.
Ixh werde das weiter beobachten.

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Inzwischen hat sich Patricks Verhalten wieder gebessert…woran es auch immer lag…

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Das ist schön zu hören

Nun hatte ich gerade erst geschrieben, es ist besser geworden…
Jetzt fällt es wieder so extrem auf, das Patrick in manchen Dingen irgendwie nicht bei der Sache zu sein scheint. Allerdings diesmal ohne dass er rumgeschrien hat.
Freitag erzählte er, dass viel zu tun war in der Werkstatt, seit dem WE ist er wieder komisch.
Vielleicht hat es was mit seiner Belastbarkeit zu tun, da frage ich bei seiner Gruppenleiterin auch noch mal nach.

Edit: 20.01.
Nun fällt es auch seiner Gruppenleiteren auf, dass etwas nicht in Ordnung ist mit Patrick bisher hat sie es ja als „verpeilt“ abgetan. Habe einen Termin bei seiner Hausärztin gemacht, mal sehen was sie machen kann. Termin bei der Psychiaterin wird sich nich vorverlegen lassen. Außerdem habe ich Kontakt zum SEZ Schwerin aufgenommen, ebenfalls mit der Bitte für einen zeitnahen Termin. Da rufe ich nachher aber auch schon mal an, geht vielleicht doch schneller, als auf die Antwort der mail zu warten.

Termin für den 16.02. erhalten, mann will den Psychaatrie Termin abwarten… 3 Wochen sind spoertlich, normalerweise dauert es länger.

Gestern war der reinste „Horror - Tag“…nichts ging.
Am Morgen wollt Patrick los, er müsse etwas suchen, fertig angezogen, als wolle er zur Arbeit los.
Patrick war total angespannt in seiner Körperhaltung…stand stocksteif da, wenn er grad nicht wusste was er machen soll, auch beim ruhen lag er so da.
Es war auch wieder einer Situation, wo er mich angeschrien hat, weil er die Aufgabe nicht verstand, ich denke sinngemäß nicht. Ich habe ihn erstmal wieder aus der Situation geschickt.
Vom Sport am Nachmittag mussten wir zeitiger nach hause gehen, weil Patrick plötzlich Angst bekam, er sagte weil es laut war…es war gar nicht laut. Beim Umziehen und auf dem Weg nach Hause hat er sich wieder beruhigt.
Er beschäftigt sich nicht mit seinen Hobbys und redet auch nicht wie sonst darüber…und er konnte Wochentag und Datum erst mit Hilfe nennen.

Abends kam ich auf die Idee ihn mit meiner Faszienrolle abzurollen, das schien ihn etwas zu entspannen. Er reagierte am Bauch überings mit Lachen.

Die Nacht war zu heute Ruhig
Patrick scheint etwas klarer zu sein, und konnte einfachen Anweisungen besser folgen…aber die stocksteife Körperhaltung, heute kommt es mir vor, als würde er kurz innehalten, zeigt er auch heute noch.
Ich werte die leichten Besserungen jetzt mal positiv, da es auch im November/Dezember letzten Jahres so war, als dies das erste mal auftrat.

Montag gehen wir zum Hausarzt, am 8.2. haben wir den Termin bei der Psychiaterin, und am 16.2. im SEZ (Soz. - Med. Erwachsnen - Zentrum) in Schwerin.
Ich hoffe bis dahin kommen wir gut durch die Zeit, und das Patrick wieder arbeiten gehen kann, wenn die Auffälligkeiten erstmal wieder weg sind.

Er war ja zu Hause, weil seine Gruppenleiterin Gefahren sieht, wenn er Anleitungen nicht folgen kann. Da kann ich ihn ja Montag noch krank schreiben lassen.

Sollte es erstmal nicht besser werden, müsste man vielleicht auch über eine Freistellung nachdenken, oder Patrick eben so lange krankschreiben bis es wieder geht.

Hallo Diana,

irgendwie hab ich das Gefühl, es könnte etwas neurologisches dahinter sein. Im Prinzip wäre es ja eine Überforderung auch. Ein EEG zur Abklärung wäre sicher zumindest eine Option. Ich drücke euch die Daunen, dass es wieder besser wird und ihr schnell die Ursache findet, die hinter diesem Verhalten steckt. Eine gute Zeit für euch beide.
LG

Hallo Kirsten,
das ist auch meine Vermutung.
Ich schreibe meine Beobachtungen auf, dann kann ich die mit schicken. Erwarte ja Post vom SEZ mit Unterlagen die schonmal ausfüllen und zurücksenden soll

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Du bist ja sehr fürsorglich und vor allem auch kompetent. Ich hoffe, du triffst auf offene Ohren und man geht da auch mit viel Fachkompetenz heran. Euer Weg war so gut und wird auch hoffentlich so zielstrebig weiter gehen, damit Patrick glücklich und zufrieden leben kann.

Hallo Kirsten,
das hoffe ich auch. Gerade wenn die zusätzlichen Auffälligkeiten dann erstmal weg sein sollten bis zum Termin.
Seine Gruppenleiterin hat es ja auch erst als „verpielt“ angetan, als es im Nov. /Dez. das erste Mal auftrat (allerdings nicht so heftig wie jetzt) und letzte Woche anfangs auch… bis Donnerstag, als Patrick auch auf Arbeit eigentlich nicht zu gebrauchen war. Auch sein Berufsbildungsbeteichsgruppenleiterin „erkannte ihn nicht wieder“

Noch was komisches fiel mir heute auf: Patrick macht einige Dinge, an die man ihn sonst erinnern muss.
Essen z. Bsp. sonst schlingt er eher… jetzt isst er aufmerksammer und kaut mehr.
Auch die steife Körperhaltung, könnte da passen… oft muss ich erinnern, seinen Rücken gerade zu halten, er macht oft einen Rungrücken.

Der Brief vom SEZ kam heute, schicke ich Montag weg, dann kann ich morgen auch noch Beobachtungen notieren. Dann sind es drei Tage. Und bis zum Termin beobachte auch weiter.

Es scheint wieder besser zu werden…aber genau deswegen habe ich meine Beobachtungen notiert.
Damit war der Gesamtablauf ähnlich wie beim ersten Mal, nur das diesmal die Auffälligkeiten stärker ausgeprägt waren.
Gemeinsam war, beide Male ist kein äußerer Auslöser erkennbar und die Auffälligkeiten zeigten sich innerhalb weniger Tage, bei der Besserung dann genau so. Inges. ca. 14 Tage.

Unterschiedlich ist, beim ersten Mal trat es im Urlaub auf, beim zweiten Mal während der Arbeit.

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