Pränataler Bluttest - was ist das?

Schwangerschaft

Pränataler Bluttest - was ist das?

Stand: 30.03.2022

Für den Pränatalen Bluttest wird der Schwangeren Blut abgenommen, worin sich Fragmente des Kindsblutes befinden. Dieses Blut wird dann in ein Labor geschickt, wo die Blutanteile des Kindes auf bekannte Gendefekte analysiert werden. Im Folgenden bekommst Du weitere wichtige Informationen zum Thema Pränataler Bluttest.


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Wie funktioniert das Verfahren?  

Der Pränatale Bluttest kann in Deutschland ab der 10. Schwangerschaftswoche (SSW) durchgeführt werden. Anfangs wurde der Test nur Risiko-Schwangeren empfohlen. Heutzutage wird der Test auch von vielen Schwangeren durchgeführt, bei denen keine Auffälligkeiten in der Schwangerschaft erkennbar sind. Der Pränatale Bluttest gehört zu den nicht-invasiven Untersuchungsmethoden

Der Schwangeren wird Blut abgenommen. Dieses wird in ein spezielles Labor geschickt. Dort wird das Blut auf verschiedene Chromosomenveränderungen untersucht. Derzeit können unter anderem die Chromosomenstörungen Trisomie 13, 18 und 21 bestimmt werden, sowie Fehlverteilungen der Geschlechtschromosomen X und Y (Turner-, Triple X-, Klinefelter- und XYY Syndrom). 

Bestimmte Sonderformen wie z. B. strukturelle Veränderungen an den Chromosomen oder Mosaike können nicht festgestellt werden. Es dauert ca. 1-3 Wochen, bis die Schwangere ihr Ergebnis erhält. Der Pränatale Blutttest wird unter bestimmten Voraussetzungen von den Krankenkassen übernommen.

Ist das Ergebnis sicher? Gibt es Risiken?  

Die Testergebnisse des Pränatalen Bluttests sind relativ sicher. Aber wie bei allen nicht-invasiven Tests ist das Ergebnis jedoch nie zu 100 % sicher. 

In unklaren Fällen wird eine weitere Fruchtwasseruntersuchung empfohlen. Im Gegensatz zu den invasiven Untersuchungsmethoden besteht bei dem Test kein Risiko für das Ungeborene oder die Mutter, da es sich um eine einfache Blutabnahme handelt.  

Fazit 

PRO  CONTRA 
  • kein Risiko
  • ethisch fraglich
  • verschiedene Chromosomenabweichungen können erkannt werden
  • Ergebnis nicht zu 100 % sicher
  • relativ schnelles Ergebnis
  • eventuell weitere invasive Methoden nötig
  • früh in der Schwangerschaft möglich
 
Weiterführende Informationen
Quellenverzeichnis
Bildquellen
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