Diagnose ADHS - und nun?

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Diagnose ADHS - und nun?

Stand: 07.03.2025

Vielleicht bist Du hier gelandet, weil dein Kind die Diagnose ADHS erhalten hat. Vielleicht suchst Du auch einfach nach Informationen zu dem Thema ADHS oder ADHS bei geistiger Behinderung. Im Folgenden erhältst Du einen ersten Überblick rund um die ADHS-Diagnose. Obwohl jedes Kind unterschiedlich ist, gibt es Merkmale, die bei ADHS häufiger vorkommen. Du erhältst auch einige Tipps und Hilfen mit denen Du dein Kind unterstützen kannst.

Bildquelle: © Valerius Geng/ 123RF.com 

 

Falls es noch nicht lange her ist, dass Du diese Diagnose für dein Kind erhalten hast, empfehlen wir dir zu Beginn den Fachbeitrag “Dein Kind hat eine Behinderung? Erste Informationen und Anlaufstellen” zu lesen oder unser Video "Eine Diagnose - vom Suchen und Finden" auf YouTube anzuschauen. In diesem bekommst Du wichtige Informationen und Hinweise zu den ersten Schritten nach einer Diagnosemitteilung. 

Was ist ADHS? 

Die Abkürzung ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Mit einer weltweiten Häufigkeit von rund 5 % ist ADHS die am meisten diagnostizierte psychische Störung bei Kindern und Jugendlichen. Bei Erwachsenen ist die Häufigkeit ähnlich verteilt.

Wie entsteht ADHS? 

Die Ursachen und Entstehungsmechanismen von ADHS sind bis heute noch nicht vollständig geklärt. Der Verdacht auf eine genetische Veranlagung konnte durch groß angelegte Zwillings- und Adoptionsstudien (bei Zwillingsstudien werden eineiige und zweieiige Zwillinge verglichen, bei Adoptionsstudien werden Kinder, die bei ihren biologischen Eltern aufwachsen, verglichen mit Kindern, die in einer anderen Familie aufwachsen) deutlich bestätigt werden. 

Aber nicht jedes Kind von Eltern mit ADHS entwickelt auch eine ADHS. Vielmehr erhöhen bestimmte Gene das Risiko dafür. Es wird davon ausgegangen, dass einzelne genetische Veränderungen zusammenwirken. Die Entstehung von ADHS wird durch viele verschiedene Faktoren begünstigt und lässt sich nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. ADHS entsteht neben der genetischen Veranlagung durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren: 

  • Biologische Faktoren: Der Grund für die Aufmerksamkeitsstörung und Impulsivität ist bisherigen Studien zufolge eine Störung des Neurotransmitter-Austausches zwischen Stirnhirn und Basalganglien . Der Neurotransmitter-Austausch durch Dopamin und das daraus gebildete Noradrenalin ist bei betroffenen Kindern deutlich herabgesetzt. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass bei Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen und Impulsivität in ihrem Gehirn die Kommunikation zwischen bestimmten Bereichen (Stirnhirn und Basalganglien) gestört ist. Diese Bereiche sind wichtig für die Steuerung von Aufmerksamkeit, Selbstkontrolle und Planung.
  • Psychosoziale Faktoren: Alle Umweltbedingungen, die unüberschaubar, unstrukturiert, chaotisch und/oder unzuverlässig sind, können bei Kindern mit entsprechender genetischer Veranlagung auslösend beziehungsweise verstärkend auf ADHS wirken. Auf Grundlage der aktuellen Forschung kommen psychosoziale Faktoren als Hauptursache für ADHS nicht in Frage.

ADHS im Kindes- und Jugendalter 

Je nach Lebensalter kann sich ADHS sehr unterschiedlich äußern. Charakteristisch für ADHS sind jedoch folgende drei Hauptsymptome: Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität und Impulsivität

Aufmerksamkeitsstörung: Kindern mit ADHS fällt es sehr schwer, sich auf eine bestimmte Sache zu konzentrieren. Sie lassen sich sehr leicht durch andere Reize ablenken. Oft haben sie auch Probleme damit, begonnene Tätigkeiten zu Ende zu führen. Dies macht sich häufig besonders in der Schule bemerkbar. In dieser Zeit wird von den Kindern und Jugendlichen besonders viel Konzentration gefordert. Durch die beeinträchtigte Konzentrationsfähigkeit kann es zu vielen Flüchtigkeitsfehlern kommen. Kinder mit ADHS fallen manchmal dadurch auf, dass sie sehr vergesslich sind und zum Beispiel benötigte Schulutensilien verlieren.

Hyperaktivität: Unter Hyperaktivität versteht man einen starken Bewegungsdrang. Dieser äußert sich in unkontrollierter motorischer Unruhe. Viele Kinder fallen durch ständiges Zappeln oder Fuchteln mit den Händen auf. Sie wirken insgesamt sehr unruhig und es fällt ihnen schwer still zu sein.
Jugendliche sind oft nicht mehr so zappelig und unruhig. Sie sind dafür häufig von starker innerer Unruhe und Anspannung betroffen. Das trifft vor allem auf Mädchen zu.

Impulsivität: Kinder oder Jugendliche mit ADHS, die stark impulsiv sind, denken oft nicht nach, bevor sie handeln. 

  • Sie haben eine Idee und wollen diese sofort in die Tat umsetzen, ohne die Konsequenzen verinnerlicht zu haben. 
     
  • Sie beginnen beispielsweise Hausaufgaben, ohne sich die Aufgabe genau durchzulesen.
     
  • Sie platzen mit Antworten heraus, bevor Fragen zu Ende gestellt sind. 
     
  • Sie reagieren unangemessen aggressiv oder unterbrechen andere häufig.
     
  • Sie haben oft Schwierigkeiten damit, sich in eine Gemeinschaft einzuordnen und stören ungewollt die geregelten Abläufe in Familie, Kindergarten oder Schule. 
     
  • In manchen Situationen fällt es ihnen auch schwer, die Mimik und Gestik ihres Gegenübers korrekt zu interpretieren. 
     
  • Eine allgemeine starke Reizbarkeit, Distanzlosigkeit, heftige Stimmungsschwankungen und eine geringe Frustrationstoleranz können ebenfalls Anzeichen für eine gestörte Impulskontrolle sein.

Es ist aber nicht richtig, sich nur darauf zu konzentrieren, was Kinder mit ADHS nicht können. Denn so kann ein falsches Bild entstehen. Kinder und Jugendliche mit ADHS  sind z.B. häufig sehr spontan und kreativ. Es ist immer sinnvoll, sich auf positive Eigenschaften zu konzentrieren, die nicht unbedingt in Zusammenhang mit einer Diagnose stehen und die man fördern und unterstützen kann. Es kann schon sehr hilfreich sein, sich mit dem Thema ADHS auseinanderzusetzen und sich als Eltern die möglichen, damit verbundenen Herausforderungen bewusst zu machen. Dadurch werden einem auch im Alltag manche Zusammenhänge besser bewusst und man kann anders reagieren und Wege finden, mit herausfordernden Situationen umzugehen.

Es werden zwei Formen von ADHS unterschieden:

  • ADHS mit Hyperaktivität und Impulsivität
  • ADHS, vorwiegend unaufmerksam (diese Form wurde früher und wird auch heute in der Praxis noch oft als ADS bezeichnet). Die Aktivität ist häufig vermindert und Mädchen sind von dieser Form häufiger betroffen als Jungen. Kinder mit dieser Form der ADHS wirken oft verträumt und werden weniger oft diagnostiziert, da sie sich weniger auffällig verhalten.

ADHS im Erwachsenenalter 

Einige Symptome, wie beispielsweise die verminderte Aufmerksamkeit, lassen sich auch bei den meisten Erwachsenen mit ADHS finden. Die besonders im Kindesalter oft stark ausgeprägte Hyperaktivität vermindert sich jedoch meist im Jugend- und Erwachsenenalter. Auch die Impulsivität kann sich im Erwachsenenalter reduzieren. Allerdings fällt es auch Erwachsenen häufig schwer, über spontane Einfälle genauer nachzudenken oder als konkretes Beispiel, in einer Reihe zu warten.

Im Arbeitsleben äußern sich die Symptome von ADHS häufig durch Schwierigkeiten jemandem länger zuzuhören, durch Konzentrationsschwierigkeiten und das Vergessen von Aufgaben. Der starke Bewegungsdrang, der ein Hauptkennzeichen für ADHS im Kindesalter ist, tritt im Erwachsenenalter in veränderter Form auf: 

  • Viele fühlen sich innerlich ruhelos, 
     
  • können nicht lang auf einem Platz sitzen, 
     
  • wippen mit den Füßen oder 
     
  • reden ohne Pausen zu lassen. 

Die Impulsivität äußert sich bei Erwachsenen oft dadurch, dass sie Gefahren schlecht einschätzen können und laut Statistiken häufiger Unfälle bauen. Manchen fällt es auch schwer Regeln oder Gesetze einzuhalten und vernünftige Entscheidungen zu treffen.

Gibt es Begleiterkrankungen von ADHS?

Kinder mit ADHS entwickeln durch häufigere negative Erfahrungen und Konflikte im sozialen und schulischen Bereich nicht selten sogenannte “Komorbide Störungen” (Begleiterkrankungen). Damit Du weißt, wie Du dein Kind gezielt unterstützen kannst, ist es wichtig die komorbiden Störungen zu kennen. Folgende Komorbiditäten können (müssen aber auf keinen Fall!) auftreten:

  • Depressionen gehören zu den häufigsten sekundären Störungen bei ADHS. Sie beruhen auf einem sich ständig verschlechternden Selbstwertgefühl, das oft mit dem wiederholten Scheitern einhergeht.
     
  • Störung des Sozialverhaltens/Aggressive Störungen: Aggressive Auffälligkeiten treten häufig auf, weil die Kinder ihr Verhalten nur sehr schwer steuern können. Sie sind nicht mit Absicht aggressiv. Vielmehr fahren ihre Gefühle Achterbahn und es ist ihnen im Moment der Wut nicht möglich, sich selbst zu bremsen.
     
  • Angststörungen: Von einer Angststörung spricht man, wenn die Intensität und Dauer der Ängste nicht mehr im Verhältnis zur geschuldeten Ursache stehen.
     
  • Teilfunktionsstörungen und Lernstörungen: Eine Lese-Rechtschreibschwäche und eine Rechenschwäche kommen bei Kindern mit ADHS häufiger vor als bei Gleichaltrigen.


Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? 

Eine multimodale Therapie kann als Förderung sehr sinnvoll sein. Das bedeutet, dass viele verschiedene Bereiche während der Therapie beleuchtet werden. Betrachtet wird nicht nur, ob eine medikamentöse Behandlung notwendig ist, sondern es wird auch eine kognitive Verhaltenstherapie und eine Eltern-, Familien- und Lehrerberatung durchgeführt. Das bedeutet, dass das gesamte Umfeld deines Kindes in die Therapie mit einbezogen wird. Neben einer möglichen Medikamenteneinnahme sind auch Therapiesitzungen für dein Kind vorgesehen. Die Familie und Lehrer und/oder Erzieher werden über ADHS aufgeklärt und bei auftretenden Symptomen erfolgt eine Beratung zu einem richtigem Umgang mit den Verhaltensweisen des Kindes. Voraussetzung dafür ist eine enge Zusammenarbeit mit den Kindern und deren Eltern, Lehrern, Erziehern, Psychologen, Therapeuten und weiteren Personen.

Beratung

Bevor man sich mit konkreteren Therapie- und Fördermöglichkeiten beschäftigt, ist es wichtig, sich gut über ADHS zu informieren und beraten zu lassen. Es ist empfehlenswert Erzieher beziehungsweise Lehrer deines Kindes in die Beratung mit einzubeziehen. Im Rahmen eines persönlichen Gespräches werden bestenfalls deine persönlichen Erfahrungen und alltäglichen Probleme mit einbezogen, damit Du konkrete Tipps und Hinweise für den Alltag erhalten kannst.
Ziel der Beratung ist, dass Du das Verhalten deines Kindes besser nachvollziehen kannst und gleichzeitig effektive Strategien zum Umgang mit den herausfordernden Verhaltensweisen erlernt werden.
Auf der Seite von zentrales-adhs-netz.de findest Du eine Auflistung der ADHS-Netzwerke in Deutschland. Über diese kannst Du Beratung, Gespräche oder Austausch mit anderen Betroffenen in Anspruch nehmen.

Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Therapieverfahren. Unter dem Begriff der Verhaltenstherapie werden verschiedene psychologische Behandlungsformen zusammengefasst. Es kann sich um ein Einschreiten innerhalb der Familie handeln, aber auch um Trainings, die im Kindergarten oder in der Schule durchgeführt werden. Es empfiehlt sich die verschiedenen Behandlungsformen miteinander zu kombinieren, damit möglichst viele Lebensbereiche deines Kindes abgedeckt sind. Generell geht es bei der Verhaltenstherapie darum, dass Kinder und Jugendliche alternative Handlungsmöglichkeiten erlernen, die sie in problematischen Situationen einsetzen können. Man kann die Verhaltenstherapie bei einem Psychologen in der Nähe oder vergleichbaren Anlaufstellen durchführen.

Medikamentöse Therapie

Am häufigsten werden zur Behandlung von ADS/ADHS sogenannte Psychostimulanzien (wie Methylphenidate) verwendet. Wenn Du dich noch detaillierter mit einer medikamentösen Therapie auseinandersetzen willst, findest Du im ADHS Infoportal einige weiterführende Informationen, beispielsweise

  •  wann eine medikamentöse Therapie empfehlenswert ist, 
     
  • welche Nebenwirkungen möglich sind und 
     
  • wie diese Medikamente genau wirken.

Wie können Eltern unterstützen?

Im Folgenden findest Du einige Tipps die hilfreich sein könnten.

  • Wissen und Verständnis fördern: Als Elternteil ist es  hilfreich zu verstehen, welche Herausforderungen bei deinem Kind aufgrund von ADHS auftreten können. Hierbei geht es auch um die Unterscheidung: Was kann mein Kind aufgrund der ADHS nicht tun und was „will“ es nicht tun?
     
  • Konsequent sein: Für dein Kind sind eine klare Struktur und konsequente Regeln, die vorhersehbar und einleuchtend sind, sehr hilfreich. Dieser Rahmen hilft ihm dabei sein Verhalten besser steuern zu können.
     
  • Positives Selbstwertgefühl: Viele Kinder mit ADHS glauben, dass sie sich in ihrer Welt nicht zurechtfinden, anstatt dass sie die Dinge, die ihnen gut gelingen, erkennen und positiv für sich annehmen. An dieser Stelle kannst Du dein Kind unterstützen!
     
  • Routine und Struktur: Dein Kind profitiert davon, wenn es zu Hause vorhersagbar und strukturiert zugeht.
     
  • Realistische Erwartungen: Versuche Probleme nicht dadurch verschärfen, indem Du “aus einer Mücke einen Elefanten machst”, sondern dich auf einige wenige grundsätzliche Verhaltensmuster konzentrierst, auf die es ankommt.
     
  • Klare Kommunikation und Steuerung: Wenn dein Kind unaufmerksam und impulsiv ist und anscheinend keine Grenzen kennt, benötigt es eine möglichst klare Kommunikation. Dabei solltest Du jedoch keine Sanktionen ankündigen, die Du nicht verwirklichen kannst.
     
  • Ruhe für dich als Elternteil: Ruhepausen für dich selbst sind sehr wichtig, um Stress abzubauen. Auch der Austausch in Selbsthilfegruppen kann dir neue Kraft geben.
     
  • Bewegung: Ermögliche deinem Kind viel Bewegung in der Freizeit. Dein Kind muss sich auspowern können, um einen Ausgleich zu dem oft so strukturierten und geplanten Alltag zu schaffen.
     
  • Strukturierter Arbeitsplatz: Achte darauf, dass der Schreibtisch deines Kindes möglichst wenige Möglichkeiten zur Ablenkung bietet. Der Schreibtisch sollte in einem ruhigen, reizarm gestalteten Raum stehen und möglichst aufgeräumt sein.
     
  • Das Gute sehen: Versuche deinem Kind viel Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Liebe entgegenzubringen. So kann dein Kind das Gefühl bekommen, dass es geliebt ist, egal was es tut oder nicht tut.
     

ADHS / Hyperkinetische Störungen bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung
 

Hyperkinetische Störungen/ADHS gehören zu den häufigsten psychischen Auffälligkeiten bei geistiger Behinderung. Du bist also nicht alleine – viele Kinder und Eltern haben ähnliche Probleme. Im Folgenden erhältst Du Informationen zu Hilfen und Kontaktdaten von  Ansprechpartnern, die euch dabei helfen können, euren Alltag gut zu meistern.

Bemerkbar macht sich ADHS auch im Kontext von geistiger Behinderung vor allem durch Auffälligkeiten in den drei Kernbereichen

  • Motorische Unruhe
     
  • kurze Aufmerksamkeitsspanne
     
  • Impulsivität
     

Unter klinischen Syndromen die mit  von geistiger Behinderung einhergehen, gibt es auch einige, bei denen Hyperaktivität ein Kernsymptom ist. Dazu gehören beispielsweise das Fragile-X-Syndrom oder die Alkoholembryopathie.

Wie sieht die Behandlung aus?


Die Behandlung von hyperkinetischen Störungen soll grundsätzlich da ansetzen, wo die Probleme auftreten: 

  • beim Kind selbst, 
     
  • in der Familie oder 
     
  • in der Schule. 

Es ist also auch hier ein multimodaler Ansatz notwendig.

Kommt eine Therapie zum Einsatz, kann es hilfreich sein, folgende Fragen zu klären:

  • Sind die kognitiven Elemente des Programms für dein Kind geeignet?
     
  • Findet eine umfassende Diagnostik mit einer Verhaltensanalyse statt?
     
  • Wird der Erfolg der Therapie in regelmäßigen Abständen kontrolliert?
     
  • Können die Inhalte des Programms in sehr kleinen Schritten erarbeitet werden?
     
  • Ist das Programm für die kommunikativen Fähigkeiten deines Kindes geeignet?
     
  • Wird der Aufbau von erwünschtem Verhalten berücksichtigt?
     
  • Wird mit mir besprochen, wie die in der Therapie erlernten Verhaltensweisen auch in verschiedenen neuen Situationen angewendet werden können?
     
  • Werden die Belohnungen und das Lob sorgfältig, mit Rücksicht auf die Bedürfnisse meines Kindes, ausgewählt?

Zusätzlich zu diesen Fragen ist es hilfreich, folgende Punkte mit dem Therapeuten zu besprechen:

  • Wird ein Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit mir gelegt?
     
  • Wird ausreichend auf meine Wünsche und Vorstellungen eingegangen?
     
  • Fühle ich mich für den Umgang mit meinem Kind gut angeleitet?

Wo finde ich Hilfe?
 

In Deutschland findest Du mehrere hilfreiche Anlaufstellen, bei denen Du dich ausführlich über ADHS informieren kannst:

  • Das ADHS Infoportal stellt dir zahlreiche Informationen rund um das Thema ADHS zur Verfügung. Diese sind spezifisch für die verschiedenen Zielgruppen aufbereitet (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Pädagogen und Eltern)
     
  • Betrieben wird das ADHS Infoportal vom zentralen adhs-netz. Das zentrale adhs-netz ist ein bundesweites Netzwerk zur Verbesserung der Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörungen (ADHS)
     
  • ADHS Deutschland e.V. bietet Selbsthilfe für Menschen mit ADHS an und informiert über Selbsthilfegruppen in deiner Nähe
     
  • Im ausführlichen Info-Flyer der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Thema „ADHS - Symptome, Diagnose, Behandlung“
     
  • Die Arbeitsgemeinschaft ADHS informiert ebenfalls zu dem Thema und gibt Dir praktische Hilfen und Tipps an die Hand
  • Bei der Terminservicestelle des KVB werden Termine für Diagnostik und Therapie zentral vergeben

Eine weitere Anlaufstelle für Therapie und Förderung sind Frühförderstellen oder sozialpädiatrische Zentren, deren Adressen dir dein Kinderarzt vermitteln kann. Sozialpädiatrische Zentren oder Frühförderstellen in Bayern findest Du auch auf der Seite der Arbeitsstelle Frühförderung in Bayern und in der intakt.info - bayernweiten Adressdatenbank. Dort wird dann gemeinsam mit dir als Elternteil und einem Team aus Fachleuten passenden Therapie- und Fördermöglichkeiten für dein Kind gefunden.

Fachleute können dir hilfreiche Tipps und Tricks an die Hand geben, wie ihr euren Alltag so gestalten könnt, dass sich dein Kind wohlfühlt und gut entwickelt. 
Nimm hilfreiche Ratschläge an, aber traue dich auch, deiner eigenen elterlichen Intuition zu folgen, schließlich kennst Du dein Kind am besten. 

Weiterführende Informationen
Quellenverzeichnis
Bildquellen
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