Haushaltshilfe bei Krankheit

Krankenversicherung

Haushaltshilfe bei Krankheit

Stand: 12.03.2020

Eine Haushaltshilfe ist eine Person, die alltägliche Arbeit im Haushalt übernimmt, wenn Du dazu aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage bist. Die Haushaltshilfe erledigt dann alle zur Weiterführung des Haushalts notwendigen Arbeiten, z. B. Einkauf, Kochen, Waschen oder Kinderbetreuung. Im Folgenden bekommst Du zu diesem Thema von uns alle wichtigen Informationen.


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Was sind die gesetzlichen Grundlagen für eine Haushaltshilfe?

Eine Haushaltshilfe kann sowohl eine Leistung der Krankenversicherung (nach § 38 SGB V), als auch der Unfallversicherung oder der Rentenversicherung sein. Bei Geringverdienenden oder nicht Versicherten auch eine Leistung der Sozialhilfe, die sich dabei an den Leistungen der Krankenversicherung orientiert.

Eine Haushaltshilfe wird grundsätzlich zur Verfügung gestellt bei:

  • Krankenhausbehandlung
  • Medizinischen Vorsorgeleistungen
  • Häuslicher Krankenpflege
  • Medizinischer Rehabilitation
  • Beruflicher Rehabilitation
  • Schwangerschaftsbeschwerden oder Entbindung

Du hast maximal 26 Wochen Anspruch auf eine Haushaltshilfe, wenn dein Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet oder eine Behinderung hat und aufgrund dessen auf Hilfe angewiesen ist. Weitere Voraussetzung ist, dass kein anderer der bei dir im Haus lebt, die Weiterführung des Haushaltes sicherstellen kann.  

Welche Tätigkeiten übernimmt eine Haushaltshilfe?

Zu den Aufgaben zählen alle Hausarbeiten, die in einem Haushalt anfallen, wie z. B. Abwaschen, Kochen, Einkaufen, Bügeln, Fußböden reinigen oder Fenster putzen.  

Wie bekomme ich die Haushaltshilfe?

Da es sich bei der Haushaltshilfe um eine Sachleistung handelt, muss die zuständige Versicherung grundsätzlich dafür sorgen, dass eine Arbeitskraft zur Verfügung gestellt wird.

Nach § 38 Abs. 4 SGB V ist es möglich, dass sich Versicherte die Haushaltshilfe auch selbst beschaffen und dafür die Kosten bis zur Höhe der Kosten für eine Haushaltshilfe erstattet bekommen. Ein Grund hierfür könnte beispielsweise sein, dass ein Versicherter darauf Wert legt, den Haushalt durch eine Person seines Vertrauens weiterführen zu lassen. Dies muss aber zuvor mit dem Leistungsträger abgesprochen werden.

Entstehen Kosten für die Leistungsempfänger?

Die Zuzahlung beträgt 10 % der Kosten pro Kalendertag, jedoch mindestens 5 € und höchstens 10 €. Bei Schwangerschaft und Geburt muss keine Zuzahlung geleistet werden.

Eine Befreiung von der Zuzahlung ist bei Erreichen der Belastungsgrenze möglich.

Wenn Du aufgrund einer Krankheit auf eine Haushaltshilfe angewiesen bist, hast Du trotzdem weiterhin Anspruch auf Pflegegeld. Dies ist im Kommentar zu § 13 des SGB XI, der im Gemeinsamen Rundschreiben der Spitzenverbände der Pflegekassen zu den leistungsrechtlichen Vorschriften des PflegeVG niedergelegt ist, festgeschrieben  

Weiterführende Informationen
Quellenverzeichnis
Bildquellen